Überblick über alle Etappen: Karte

Alle Etappen sind auch als Download im GPX-Format verfügbar zur Verwendung in Kombination mit einer geeigneten Smartphone-App oder einem Outdoor-GPS-Gerät.

Höhenprofil der Rundwanderung auf La Gomera (GR-132)



Höhenprofil zu allen sechs Etappen der Rundwanderung auf La Gomera (von links nach rechts). Voraussetzung: JavaScript im Browser aktiviert.

Überblick

Etappe

Distanz

Dauer

Anstieg

Abstieg

Übernachtung in

Gesamt98,6km37:45h4.750m6.140m
Ankunft auf La GomeraSan Sebastián de la Gomera (wie nach Etappe 5)
Etappe 115km5:30h180m1450mLa Calera
Etappe 211km4:30h950m100mLas Hayas
Etappe 316,7km6:45h730m1550mVallehermoso
Etappe 417km7:00h950m950mHermigua
Etappe 517,9km6:30h800m950mSan Sebastián de la Gomera
Etappe 621km7:30h1140m1140mSan Sebastián de la Gomera oder
Playa de Santiago

6 wunderschöne Tageswanderungen!

Der GR-132 lässt sich in 6 Tageswanderungen mit jeweils 6 – 7 Stunden Gehzeit (+ Pausen) vollständig bewandern. Je nach Etappenziel ist die Auswahl an (online reservierbaren) Unterkünften allerdings sehr eingeschränkt. Eine gute Planung und frühzeitige Reservierung ist daher angeraten, wenn man sich nicht auf spontan verfügbare Privatübernachtungen verlassen möchte!

Praktischer Tipp für den Einstieg

In dieser Hinsicht besonders problematisch ist die Strecke zwischen „Playa de Santiago“ und dem „Valle Gran Rey“. Wer von „San Sebastian“ - dem Hauptort der Insel - aus startet und sich sklavisch an die Streckenführung des GR-132 hält, für den wäre dieser Abschnitt Wandertag 2 und 3. Rein von der Strecke her würde sich hier eine Übernachtung in der Mitte in „La Dama“ anbieten, nur dass dieser Ort lediglich Ferienwohnungen und Ferienhäuser anbietet – für eine Fernwanderung eher unpraktisch.

Wir schlagen daher eine Variante vor, die ohne Übernachtung in „La Dama“ auskommt und Teile des GR-131 geschickt mit dem GR-132 kombiniert. Dazu setzen wir uns direkt am ersten Wandertag in „San Sebastian“ in den Bus und fahren bis "Pajarito". Von dort aus wandern wir direkt ins „Valle Gran Rey“. Wir überspringen somit eigentlich die ersten beiden Wandertage der GR-132. Dies ist aber kein Problem, da sich das schöne, panoramareiche Teilstück zwischen „San Sebastian“ und „Playa de Santiago“ sehr gut als letzte Etappe an den Schluss setzen lässt. Außerdem ist der Beginn der Rundwanderung am höchsten Punkt der Insel ein echtes Highlight, kann man doch von hier aus erahnen, was einen in den nächsten Tagen noch so erwartet.

  • Auf dem Weg nach San Sebastián
    Auf dem Weg nach San Sebastián

Vorteile dieser Variante

Diese Variante hat gleich mehrere Vorteile. Vorteil am Anfang: Unsere Etappe 1 kann auch am Anreisetag noch gut bewältigt werden, selbst wenn man morgens erst von Teneriffa aus mit der Fähre anreist (siehe auch Hin&Weg). Vorteil am Ende: Die letzte Etappe endet in „Playa de Santiago“, von wo aus man am Nachmittag sehr gut mit dem Bus wieder zurück nach „San Sebastian“ fahren kann. Es ist also möglich, am Ende der Wanderung zwei Nächte in Folge in „San Sebastian“ zu übernachten und damit am letzten Wandertag nur mit kleinem Gepäck unterwegs zu sein!

Empfehlung: im Anschluss einige Tage auf der Südseite der Insel entspannen

Zwar wird für die Rundwanderung auf dem GR 132 nur eine Urlaubswoche benötigt, es lohnt sich aber, bei der Urlaubsplanung eher 10 - 14 Tage für La Gomera einzuplanen. Gerade auf Grund der doch recht komplizierten Anreise nach La Gomera mit Flugzeug und Fähre sollte man in Erwägung ziehen, im Anschluss an die sechs anstrengenden Wandertage noch einige Erholungstage dran zu hängen.

Das erfordert zwar einen gewissen logistischen Aufwand wegen des zusätzlichen Gepäcks, ist aber eine tolle Belohnung! Zur Unterkunfts-Suche auf La Gomera bei booking.com.

Etappe 1: Karte

Etappe 1: Wegbeschreibung

  • Kirche auf dem Platz in Chipude
    Kirche auf dem Platz in Chipude

Anfahrt:

Der erste Tag beginnt mit einer Busfahrt von 23 km bis in die Mitte der Insel (Ausstieg nach ca. 40 min Fahrt am Kreisverkehr „Pajarito“). Der erste Bus der Linie 1 fährt (Stand Januar 2015) täglich um 10:30 am Busbahnhof in San Sebastián de la Gomera ab. Wer morgens mit der ersten Fähre direkt von Teneriffa ankommt, kann diesen Bus in der Regel erreichen. Falls das nicht klappt, gibt es (außer sonntags) noch einen zweiten Bus um 12:00 Uhr. Allerdings empfehlen wir dann eine abgekürzte Variante der Wanderung, um nicht bei Dunkelheit am Zielort anzukommen: Ausstieg statt bei „Pajarito“ zwei Stationen weiter im Ort „Chipude“. Von dort aus kann ab Wegpunkt 4 in die normale Route eingesetzt werden.

Tipp:
Der Busbahnhof ist im selben Gebäude untergebracht wie die Markthalle, in der sich außerdem noch ein unterirdisch gelegener Supermarkt befindet – ideal um sich Proviant für den ersten Wandertag zu besorgen.

Fakten zur Etappe 1

Höhenmeter: 180m Anstieg / 1450m Abstieg
Strecke: 15km
Dauer: 5:30h (ohne Pausen)

Routendownload zu Etappe 1 (GPX-Datei)

Gratis – In den Warenkorb

Alle weiteren Downloads finden sich unter Kartenmaterial.

Wegbeschreibung/Route

Vom Kreisverkehr „Pajarito“ beginnt der Aufstieg zum höchsten Punkt der Insel, dem „Alto de Garajonay“. Ein ausgeschilderter Rundweg führt von hier zum Gipfel und wieder zurück. Wir folgen diesem Rundweg auf dem schmalen und kürzeren Weg zum Gipfel, den man nach ca. 900m vom Kreisverkehr erreicht.

Wir verlassen die Aussichtsplattform am Gipfel (Wegpunkt 1) in westlicher Richtung und steigen ab in Richtung Chipude. Dabei folgen wir kurz dem Rundweg zurück nach „Pajarito“, verlassen diesen ab bald nach rechts (Chipude ist angeschrieben, Wegpunkt 2). Im weiteren Wegverlauf folgen einige Abzweigungen mit Beschilderung in Richtung Chipude bis wir die kleine Häuseransammlung „Los Manantiales“ erreichen (Wegpunkt 3). Hier durchqueren wir das vor uns liegende Hofgelände und gelangen über Treppenstufen zwischen den Häusern hindurch in einer S-Kurve über weitere Treppen hinab in terrassiertes und wunderschön grünes Gelände. Wir folgen dem Weg, der zwischendurch in einer großen Linkskurve wieder etwas ansteigt über eine Bergkuppe und sehen vor uns bereits Chipude liegen (Wegpunkt 4).

Am Hauptplatz vor der Kirche besteht die Möglichkeit für eine Pause. Ein kleiner Supermarkt sowie eine Bar laden zur Rast ein.

Von Chipude hinab ins Valle Gran Rey

Vom Hauptplatz geht es eine kleine steile Straße bergab (Beschilderung „Valle Gran Rey, 8,9 km). Nach wenigen Metern treffen wir wieder auf die Hauptstraße, der wir kurz nach links bergauf folgen und die nächste Möglichkeit nach rechts abbiegen (Wegpunkt 5). Achtung: zum Zeitpunkt unserer Begehung war hier kein Wegweiser vorhanden. Wiederum nach wenigen Metern biegen wir erneut nach rechts ab (Wegpunkt 6). Dass der Weg hier zwischen den Häusern tatsächlich weitergeht, ist erst im Nachhinein ersichtlich, wenn sich der Pfad wieder verengt und zu einer idyllischen Wanderstrecke wird.

Nach einiger Zeit queren wir einen nicht asphaltierten Fahrweg, und folgen dem Schild nach „La Matanza“ immer weiter geradeaus und stetig hinab. In einer kleinen Senke mit Wasserlauf vereinigt sich unser Weg mit einem weiteren Wanderweg, der von der gegenüberliegenden Hangseite aus „El Cercado“ ebenso ins „Valle Gran Rey“ hinabführt. Wir folgen dem Wegweiser also in Richtung „Valle Gran Rey“. Der Weg läuft über weite Strecken parallel zu einem ehemaligen Wasserkanal und führt oberhalb an einer Canyon-artigen Schlucht vorbei. Wenn sich das Tal anschließend etwas weitet, treffen wir an einer Wegkreuzung zum ersten mal auf den „echten“ Rundwanderweg GR-132 (Wegpunkt 7). Bisher waren wir also nur auf einer Zubringer-Route unterwegs.

Wir folgen dem GR-132 nach rechts hinab in Richtung „Valle Gran Rey“, durchqueren das kleine Tal und steigen an der gegenüberliegenden Seite wieder hinauf. Oben am Sattelpunkt erwartet uns ein phänomenaler Blick ins „Valle Gran Rey“ (Wegpunkt 8). Zugleich erahnen wir, dass jetzt noch ein gehöriger Abstieg vor uns liegt. Wir biegen in den nach rechts am Hang entlang verlaufenden Weg ein, der nach und nach immer steiler wird. An dieser Stelle lohnen sich Wanderstöcke und gutes Schuhwerk zum ersten Mal tatsächlich.

Fast im Talgrund biegen wir an einem kleinen Häuschen auf einen parallel zum Tal verlaufenden Pfad ein, der uns zur kleinen Kirche „Iglesia de los Santos Reyes“ führt. Hinter der Kirche geht es über Treppen hinab ins Flussbett, dem wir auf breiterem Weg mehr oder wenig direkt flussabwärts folgen. Bald darauf erreichen wir mit „La Calera“ den Zielort der ersten Etappe.

Etappe 1: Unterkünfte

Hotel Jardín Concha

Das Hotel Jardín Concha ist ein kleines, freundliches Hotel mit einfach aber gepflegt eingerichteten und immer sehr sauberen Zimmern. Perfekt für Wanderer: Fast direkt am GR-132 im Ortsteil "La Calera" gelegen und auf den Balkonen und Terrassen reichlich Platz zum Ausruhen oder Wäschetrocknen.

Hier gibt es sehr leckeres Frühstück, das bei gutem Wetter auf der Dachterrasse eingenommen werden kann.

Im Valle Gran Rey gibt es eine Vielzahl weiterer Unterkünfte. Von kleinen Pensionen bis zum 4-Sterne-Hotel ist alles vertreten. Bei der Buchung einer Unterkunft sollte man aber genau auf die Lage achten: Die Gemeinde "Valle Gran Rey" besteht aus mehreren Ortsteilen, die teilweise mehrere Kilometer auseinander liegen. Auch der Ortsteil "Las Hayas" (Ziel von Etappe 2) gehört noch zur Gemeinde Valle Gran Rey, liegt aber über 1000 Metern höher als La Calera! Für Etappe 1 eignen sich daher die Ortsteile La Playa, La Calera bzw. die ebenfalls ganz gut erreichbaren Unterkünfte Hotel Gran Rey (3 Sterne, höherer Anteil an Pauschalreisenden) oder die Apartamentos Charco del Conde (Appartment-Anlage mit einfachen aber geräumigen Zimmern, Pool, Strandlage).

Für das Buchen von Unterkünften empfehlen wir unsere tabellarische Planungshilfe bzw. eine Reservierung über die Buchungsplattform booking.com.

Option: Zwei Nächte im Valle Gran Rey

Wer die Rundwanderung auf La Gomera langsam angehen möchte und etwas Zeit mitbringt, für den lohnt es sich eventuell, zwei Nächte im Valle Gran Rey zu verbringen. Nicht umsonst ist dieser Teil von La Gomera die beliebteste Urlaubsregion der Insel, zahlreiche Cafés und Restaurants und etwas Hippie-Flair machen den Aufenthalt sehr angenehm und entspannt.

Tipps für Tagesaktivitäten im Valle Gran Rey:

  • Baden im Atlantik: Einer der schönsten Naturstrände von La Gomera befindet sich am südwestlichen Ende des Valle Gran Rey hinter dem Ortsteil "Playa de la Calera".
  • Kurze Wanderung zum Wasserfall bei "El Guro": Eine sehr beliebte und familientaugliche Wanderung führt zum Wasserfall in der Nähe des sehenswerten Künsterorts "El Guro".
  • anspruchsvolle Tageswanderung durch die Felsenschlucht "Barranco de Argaga": Die hier beschriebene Wanderung führt im ersten Teil durch eine spektakuläre Felsenschlucht nach oben, ist im zweiten Teil jedoch identisch zum Abstieg ins Valle Gran Rey aus unserer Etappe 1. Wer möchte, kann die Wanderung stattdessen bis El Cercado oder Chipude verlängern und von dort mit dem Bus zurück ins Valle Gran Rey fahren (aktuell täglich außer sonntags mit Linie 1, Busfahrplan beachten).

Der Naturstrand "Playa del Inglés" gehört zu den schönsten der Insel

Etappe 2: Karte

Etappe 2: Wegbeschreibung

  • grandioser Ausblick beim Aufstieg aus dem Valle Gran Rey
    grandioser Ausblick beim Aufstieg aus dem Valle Gran Rey

Wegbeschreibung/Route

Unser zweiter Wandertag beginnt im Ortsteil „La Calera“. Durch die engen Gassen wandern wir im Ort nach oben, bis wir den Antennenmast direkt oberhalb des Ortes erreichen (Wegpunkt 1). Über vier Steinstufen führt uns der Pfad von hier aus weiter bis zum einem Wegweiser, wo wir wieder auf den offiziell ausgewiesenen Weg GR-132 treffen (Wegpunkt 2), der hier von der Hauptstraße aus heraufführt. Wer nicht in „La Calera“ übernachtet hat sondern weiter oben talaufwärts, kann von dort aus einsteigen.
Der folgende Aufstieg ist mühsam und lohnenswert zugleich: Er bietet ein unglaubliches Panorama auf das grüne Flussdelta des Valle Gran Rey, das tiefblaue Meer und die gewaltigen Felsen der Insel. Dementsprechend ist diese Wanderroute gut besucht. Nach ca. 1:45 erreichen wir den Aussichtspunkt „Riscos de La Mérica“ (Wegpunkt 3), der durch einen einzeln stehenden Baum erkennbar ist und am Ende des Aufstiegs in ein kurzes, vergleichsweise ebenes Wegstück erreichbar ist. An der Abrisskante des Felsmassivs haben wir hier einen Ausblick in beide Täler: das Valle Gran Rey und die angrenzende Schlucht mit ihren ockerfarbenen und rötlichen Felstönen.

Wir verlassen den Aussichtspunkt am Baum vorbei in nördlicher Richtung und der Weg wird deutlich einsamer. Wir wandern einige Zeit am westlichen Rand einer mit Büschen bewachsenen Hochebene entlang und auf zwei flache Felskuppen zu. Der Pfad führt zwischen diesen beiden hindurch und mündet auf den etwas breiteren Pfad, der am östlichen Rand der Hochebene entlanggeführt hat (Wegpunkt 4). Von hier aus haben wir wieder einen Ausblick zurück ins Valle Gran Rey und auf große Teile der Wegstrecke, die wir in Etappe 1 zurückgelegt haben.
Wir folgen dem Weg entlang des Bergkamms und erhalten nach links und rechts immer wieder tolle Aussicht: bei guter Fernsicht können wir am Horizont die Nachbarinsel „La Palma“ mit ihren zwei Erhebungen erkennen. Sehr spektakulär sind auch die Blicke in die unbewohnten Seitentäler in Richtung Meer und in das Tal von Taguluche.

In der Ferne sehen wir bereits die weißen Häuser von Arure, das wir ca. 3:00 h ab Start erreichen. An den ersten Häusern von Arure betreten wir eine asphaltierte Straße. Nach einer Linkskurve zweigt der GR-132 in Richtung „Alojera“ ab und führt unter einem Torbogen hindurch (Wegpunkt 5). Hier werden wir morgen wieder in den GR-132 einsetzen. Heute dagegen entscheiden uns für eine Übernachtung im etwas abseits des Weges GR-132 gelegenen „Las Hayas“ und nehmen dafür einen kleinen Umweg in Kauf, folgen daher der asphaltierten Straße weiter bis ins Zentrum von Arure. Hier bietet sich eine Pause in einem der beiden Restaurants des Ortes an. Bei Wanderern sehr beliebt ist das Restaurant “El Jape“ (Wegpunkt 6), das beim Wandern in den Ort auf der gegenüberliegenden Schluchtseite sichtbar wird (erkennbar am Parkplatz davor bzw. an der mit großen Buchstaben beschriebenen „Tienda del vino“direkt daneben). Die Betreiber des Restaurants "El Jape" vermieten im Ort - teilweise auch tageweise - zwei kleine Ferienwohnungen namens "Rural Gomera". Eine davon liegt etwas von der Straße zurückgesetzt direkt rechts neben dem Restaurant, die andere hier, ca. 300 m vom Restaurant entfernt.

Direkt vor dem Restaurant „El Jape“ hält auch die Insel-Buslinie Nr. 1 – es besteht also eine direkte Anschlussmöglichkeit nach San Sebastián bzw. wieder hinunter ins Valle Gran Rey. Wer möchte, kann diesen Punkt also zum Einstieg in die Rundwanderung (Start mit Etappe 3) oder zum Ausstieg nutzen.

 

Fakten zur Etappe 2

Höhenmeter: 950m Anstieg / 100m Abstieg
Strecke: 11km
Dauer: 4:30h (ohne Pausen)

Routendownload – Etappe 2 (GPX-Datei)

Gratis – In den Warenkorb

Alle weiteren Downloads finden sich unter Kartenmaterial.

Auf Etappe 2 - Blick bis auf die Nachbarinsel La Palma

Von Arure nach Las Hayas

Von Arure aus führen mehrere Wege nach „Las Hayas“, die jeweils gut ausgeschildert sind. Es kann also gut sein, dass man sich im Schilderwald verläuft und auf einem anderen Weg als dem hier beschriebenen nach „Las Hayas“ gelangt. Das ist nicht schlimm: morgen werden wir Gelegenheit haben, einen anderen Rückweg auszuprobieren, um wieder zum Einstiegspunkt des GR-132 zu gelangen.
Unser Weg nach „Las Hayas“: Vom Restaurant „El Jape“ gehen wir an der Hauptstraße kurz zurück und zweigen ab zur Kapelle „Ermita Virgen de la Salud“. Der Zielort unserer heutigen Etape „Las Hayas“ ist hier bereits angeschrieben. Hinter der kleinen Kapelle führt der Weg an einem Haus mit leuchtend blauem Geländer und an einer kleinen Staumauer vorbei. Der Weg steigt gemächlich an und wir queren die Fahrstraße mehrfach. Wenn wir an Bienenstöcken vorbei und durch eingezäunte Grundstücke hindurch auf einer kleinen Anhöhe abermals auf eine asphaltierte Straße treffen, gehen wir dort direkt nach links am Maschendrahtzaun entlang in Richtung eines kleinen Funkturms (Wegpunkt 7, die anderen Wegweiser nach „Las Hayas“ ignorieren wir an dieser Stelle).
Die asphaltierte Straße wird bald zum Feldweg und links wie rechts bieten sich Ausblicke in die sanft hügelige Landschaft – ein krasser Unterschied zum Terrain, das wir heute morgen noch durchwandert haben! In einem Kiefernwald geht es kurz ein Stück bergabwärts. Dort zweigt nach links ein Weg zurück nach „Arure“ ab (Wegpunkt 8). Dieser wird uns morgen dorthin zurückbringen. Heute aber geht es weiter geradeaus, bis die ersten Häuser von „Las Hayas“ erscheinen und wir kurz darauf auf die Hauptstraße treffen. Dort gehen wir bergan weiter ins Zentrum des kleinen Ortes.

Varianten und Abkürzungen

Die Buslinie 1 kreuzt die Wanderroute der Etappe 2 an mehreren Stellen und ermöglicht daher diverse Varianten und Abkürzungen:

Arure: Der Bus hält direkt vor dem Restaurant "El Jape". Von hier aus gelangt man bei Bedarf mit zurück ins "Valle Gran Rey" oder nach "San Sebanstián". Zudem kann man natürlich auch per Taxi zurück ins "Valle Gran Rey" fahren und sich das Taxi ggf. mit anderen Wanderern teilen. Außerdem gibt es in Arure auch einige, wenige Unterkünfte, so dass man sich mit etwas Glück den "Umweg" nach Las Hayas sparen kann und damit sowohl Etappe 2 als auch Etappe 3 um jeweils eine Stunde abkürzen kann.

Las Hayas: Der Ort "Las Hayas" ist auf der Linie 1 nur eine Bushaltestelle von Arure entfernt und bietet somit die gleichen Verbindungsmöglichkeiten.

Etappe 2: Unterkünfte

Jardin las Hayas

Die Pension Jardin las Hayas besteht aus einem zentral im Ort gelegenen Haupthaus und den Appartments, die sich wenige Fußminuten entfernt befinden.
Im Haupthaus - der "Casa Efigenia" - befindet sich die Rezeption und das vegetarische Restaurant. Der Gastraum erinnert zwar eher an eine etwas in die Jahre gekommene Jugendherberge oder Berghütte, dafür ist die Küche unverfälscht, garantiert ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker und dazu noch sehr günstig (Menü ca. 10 €).

Anders als das Restaurant sind die Appartments und Zimmer auf dem neuesten Stand, sauber, gepflegt und gemütlich!
In einer kleinen Gartenanlage gelegen, wechseln Appartments, Terrassen und Zimmer einander ab. Nach einem anstrengenden Wandertag kann man hier auf schönen Gartenmöbeln die Abendsonne genießen!

Weitere Unterkünfte in Las Hayas finden sie bei booking.com. Achten Sie bei der Auswahl der Unterkunft aber genau auf die Lage: "Las Hayas" ist mit etwas über 100 Einwohnern kein eigenständiger Ort sondern gehört ebenso zur Gemeinde "Valle Gran Rey" wie die direkt auf Meereshöhe liegenden Ortsteile "La Playa" oder "La Calera" (Ziel von Etappe 1).

Für das Buchen von Unterkünften empfehlen wir außerdem unsere tabellarische Planungshilfe.

Alternative: "Rural Gomera" in Arure

Die Restaurant-Betreiber des Restaurants "El Jape" vermieten im Ort auch zwei kleine Apartments unter dem Namen "Rural Gomera". Die Appartements sind einfach aber sehr sauber und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für eine Übernachtung in Arure spricht der etwas kürzere Weg (Las Hayas liegt ja nicht direkt am GR-132): Die so gesparte Zeit lässt sich z.B. nutzen, indem man Etappe 2 erst nachmittags angeht und vormittags die Annehmlichkeiten des Valle Gran Rey genießt (Baden am Naturstrand "Playa del inglés").

 

 

Etappe 3: Karte

Etappe 3: Wegbeschreibung

  • Ausblick auf dem Höhenweg über Taguluche

Wegbeschreibung/Route

Wir verlassen „Las Hayas“ über die mit „Camino Los Callejones“ bezeichnete Straße (identisch zum Hinweg gestern). Nach ca. 1 km (Wegpunkt 1) biegen wir nach rechts ab in Richtung Arure (von hier aus laut Wegweiser 2,4 km). Kurz darauf treffen wir auf einen Wegweiser, auf dem unser heutiges Tagesziel „Vallehermoso“ mit 9,2 km nach rechts angeschrieben ist. Diese Variante würde uns auf direktem Weg dorthin führen, dabei würde uns aber einiges an Aussicht entgehen. Wir ignorieren diese Abzweigung also und folgen dem Weg links nach Arure.

Bei einem Stausee treffen wir auf das Örtchen Aracadece und dort auf die Hauptstraße, die nach Arure hinabführt. Unser Wanderweg verläuft knapp unterhalb und parallel zur Hauptstraße, abschnittsweise auch direkt auf dieser und ohne durchgängige Beschilderung. Wer es sich leicht machen möchte, bleibt das kurze Stück bis Arure einfach auf der Hauptstraße.
In Arure besteht die Möglichkeit, seinen Proviant oder zumindest den Wasservorrat aufzufüllen (Bäckerei, Bar/Restaurant).

In der ersten Kehre verlassen wir die Hauptstraße und treffen wieder auf den Weg von gestern. Am Torbogen biegen wir nach rechts ab und gelangen zur „Ermita del Santo“. Ab hier befinden wir uns wieder am dem GR-132, der direkt hinter dem kleinen Kirchlein in einen spektakulären Höhenweg mündet. In der nächsten Stunde werden wir uns immer wieder an den tollen Ausblicken in das Tal von Taguluche erfreuen und fasziniert die Wegführung an den steilen Felswänden entlang bewundern.

Nach und nach steigen wir ab in Richtung Alojera und erreichen nach ca. 3 Stunden Wanderung rechtzeitig für eine Mittagespause diesen kleinen Ort mit seinen vielen grünen Palmen. An den ersten Häusern halten wir uns zunächst bergabwärts, biegen dann aber kurz vor der kleine Kirche scharf nach rechts ab und gehen wieder ein kurzes Stück bergan. Für die Mittagspause bietet sich die einfache, aber gut besuchte Bar „Perdomo“ an, die hinter dem Haus über eine Sonnenterrasse verfügt und frisch belegte Brötchen anbietet.

Tipp: ein kurzes Stück hinter der Bar liegt die Keksbäckerei „El Masapé“ – was ist leckerer als ein paar typische La Gomera-Kekse direkt aus dem Backofen?

Wir folgen der Fahrstraße einige hundert Meter weiter bergaufwärts, bis nach einigen Serpentinen der Wanderweg die Straße wieder verlässt.

Fakten zur Etappe 3

Höhenmeter: 730m Anstieg / 1550m Abstieg
Strecke: 16,7km
Dauer: 6:45h (ohne Pausen)

Routendownload – Etappe 3 (GPX-Datei)

Gratis – In den Warenkorb
Alle weiteren Downloads finden sich unter Kartenmaterial.

Beim Aufstieg kommen wir an zahlreichen Wasserbecken vorbei und der Wanderweg berührt immer wieder die Serpentinen der Straße.
Nach einer Kuppe gehen wir kurz bergab und queren die Fahrstraße diagonal. Kurz darauf geht es wieder sehr steil bergan geht. Teilweise ist der steile Weg in diesem Abschnitt sehr schön gepflastert und mit Trittstufen versehen.
Auf diese Weise geht es insgesamt einige hundert Höhenmeter immer geradeaus bergan, bis wir den Waldrand erreichen und plötzlich von Moos und Flechten umgeben sind - das ist der Klimazonenwechsel auf La Gomera.

Wir passieren ein kleines Kirchlein und treffen kurz darauf auf eine große Straße (Wegpunkt 3), der wir nach links am Restaurant "Los Chorros de Epina" vorbei folgen. In der darauffolgenden Rechtskurve biegen wir auf die Fahrstraße nach links ab (Wegpunkt 4). Wir verlassen diese Straße in der nächsten Kehre und laufen weiter geradeaus, bis der Wanderweg in Richtung "Vallehermoso" nach rechts abbiegt (laut Schild noch 3,9 km).
Von nun an geht es beständig bergab, bald sehen wir Vallehermoso vor uns liegen. Doch der Eindruck täuscht: Der Weg und die Höhenmeter bis zum Ziel ziehen sich!