Etappe 2: Karte

Etappe 2: Wegbeschreibung

  • grandioser Ausblick beim Aufstieg aus dem Valle Gran Rey
    grandioser Ausblick beim Aufstieg aus dem Valle Gran Rey

Wegbeschreibung/Route

Unser zweiter Wandertag beginnt im Ortsteil „La Calera“. Durch die engen Gassen wandern wir im Ort nach oben, bis wir den Antennenmast direkt oberhalb des Ortes erreichen (Wegpunkt 1). Über vier Steinstufen führt uns der Pfad von hier aus weiter bis zum einem Wegweiser, wo wir wieder auf den offiziell ausgewiesenen Weg GR-132 treffen (Wegpunkt 2), der hier von der Hauptstraße aus heraufführt. Wer nicht in „La Calera“ übernachtet hat sondern weiter oben talaufwärts, kann von dort aus einsteigen.
Der folgende Aufstieg ist mühsam und lohnenswert zugleich: Er bietet ein unglaubliches Panorama auf das grüne Flussdelta des Valle Gran Rey, das tiefblaue Meer und die gewaltigen Felsen der Insel. Dementsprechend ist diese Wanderroute gut besucht. Nach ca. 1:45 erreichen wir den Aussichtspunkt „Riscos de La Mérica“ (Wegpunkt 3), der durch einen einzeln stehenden Baum erkennbar ist und am Ende des Aufstiegs in ein kurzes, vergleichsweise ebenes Wegstück erreichbar ist. An der Abrisskante des Felsmassivs haben wir hier einen Ausblick in beide Täler: das Valle Gran Rey und die angrenzende Schlucht mit ihren ockerfarbenen und rötlichen Felstönen.

Wir verlassen den Aussichtspunkt am Baum vorbei in nördlicher Richtung und der Weg wird deutlich einsamer. Wir wandern einige Zeit am westlichen Rand einer mit Büschen bewachsenen Hochebene entlang und auf zwei flache Felskuppen zu. Der Pfad führt zwischen diesen beiden hindurch und mündet auf den etwas breiteren Pfad, der am östlichen Rand der Hochebene entlanggeführt hat (Wegpunkt 4). Von hier aus haben wir wieder einen Ausblick zurück ins Valle Gran Rey und auf große Teile der Wegstrecke, die wir in Etappe 1 zurückgelegt haben.
Wir folgen dem Weg entlang des Bergkamms und erhalten nach links und rechts immer wieder tolle Aussicht: bei guter Fernsicht können wir am Horizont die Nachbarinsel „La Palma“ mit ihren zwei Erhebungen erkennen. Sehr spektakulär sind auch die Blicke in die unbewohnten Seitentäler in Richtung Meer und in das Tal von Taguluche.

In der Ferne sehen wir bereits die weißen Häuser von Arure, das wir ca. 3:00 h ab Start erreichen. An den ersten Häusern von Arure betreten wir eine asphaltierte Straße. Nach einer Linkskurve zweigt der GR-132 in Richtung „Alojera“ ab und führt unter einem Torbogen hindurch (Wegpunkt 5). Hier werden wir morgen wieder in den GR-132 einsetzen. Heute dagegen entscheiden uns für eine Übernachtung im etwas abseits des Weges GR-132 gelegenen „Las Hayas“ und nehmen dafür einen kleinen Umweg in Kauf, folgen daher der asphaltierten Straße weiter bis ins Zentrum von Arure. Hier bietet sich eine Pause in einem der beiden Restaurants des Ortes an. Bei Wanderern sehr beliebt ist das Restaurant “El Jape“ (Wegpunkt 6), das beim Wandern in den Ort auf der gegenüberliegenden Schluchtseite sichtbar wird (erkennbar am Parkplatz davor bzw. an der mit großen Buchstaben beschriebenen „Tienda del vino“ direkt daneben). Die Betreiber des Restaurants "El Jape" vermieten im Ort - teilweise auch tageweise - zwei kleine Ferienwohnungen namens "Rural Gomera". Eine davon liegt etwas von der Straße zurückgesetzt direkt rechts neben dem Restaurant, die andere hier, ca. 300 m vom Restaurant entfernt.

Direkt vor dem Restaurant „El Jape“ hält auch die Insel-Buslinie Nr. 1 – es besteht also eine direkte Anschlussmöglichkeit nach San Sebastián bzw. wieder hinunter ins Valle Gran Rey. Wer möchte, kann diesen Punkt also zum Einstieg in die Rundwanderung (Start mit Etappe 3) oder zum Ausstieg nutzen.

 

Fakten zur Etappe 2

Höhenmeter: 950m Anstieg / 100m Abstieg
Strecke: 11km
Dauer: 4:30h (ohne Pausen)

Routendownload – Etappe 2 (GPX-Datei)

Alle weiteren Downloads finden sich unter Kartenmaterial.

Auf Etappe 2 - Blick bis auf die Nachbarinsel La Palma

Von Arure nach Las Hayas

Von Arure aus führen mehrere Wege nach „Las Hayas“, die jeweils gut ausgeschildert sind. Es kann also gut sein, dass man sich im Schilderwald verläuft und auf einem anderen Weg als dem hier beschriebenen nach „Las Hayas“ gelangt. Das ist nicht schlimm: morgen werden wir Gelegenheit haben, einen anderen Rückweg auszuprobieren, um wieder zum Einstiegspunkt des GR-132 zu gelangen.
Unser Weg nach „Las Hayas“: Vom Restaurant „El Jape“ gehen wir an der Hauptstraße kurz zurück und zweigen ab zur Kapelle „Ermita Virgen de la Salud“. Der Zielort unserer heutigen Etappe „Las Hayas“ ist hier bereits angeschrieben. Hinter der kleinen Kapelle führt der Weg an einem Haus mit leuchtend blauem Geländer und an einer kleinen Staumauer vorbei. Der Weg steigt gemächlich an und wir queren die Fahrstraße mehrfach. Wenn wir an Bienenstöcken vorbei und durch eingezäunte Grundstücke hindurch auf einer kleinen Anhöhe abermals auf eine asphaltierte Straße treffen, gehen wir dort direkt nach links am Maschendrahtzaun entlang in Richtung eines kleinen Funkturms (Wegpunkt 7, die anderen Wegweiser nach „Las Hayas“ ignorieren wir an dieser Stelle).
Die asphaltierte Straße wird bald zum Feldweg und links wie rechts bieten sich Ausblicke in die sanft hügelige Landschaft – ein krasser Unterschied zum Terrain, das wir heute morgen noch durchwandert haben! In einem Kiefernwald geht es kurz ein Stück bergabwärts. Dort zweigt nach links ein Weg zurück nach „Arure“ ab (Wegpunkt 8). Dieser wird uns morgen dorthin zurückbringen. Heute aber geht es weiter geradeaus, bis die ersten Häuser von „Las Hayas“ erscheinen und wir kurz darauf auf die Hauptstraße treffen. Dort gehen wir bergan weiter ins Zentrum des kleinen Ortes.

Varianten und Abkürzungen

Die Buslinie 1 kreuzt die Wanderroute der Etappe 2 an mehreren Stellen und ermöglicht daher diverse Varianten und Abkürzungen:

Arure: Der Bus hält direkt vor dem Restaurant "El Jape". Von hier aus gelangt man bei Bedarf mit zurück ins "Valle Gran Rey" oder nach "San Sebanstián". Zudem kann man natürlich auch per Taxi zurück ins "Valle Gran Rey" fahren und sich das Taxi ggf. mit anderen Wanderern teilen. Außerdem gibt es in Arure auch einige, wenige Unterkünfte, so dass man sich mit etwas Glück den "Umweg" nach Las Hayas sparen kann und damit sowohl Etappe 2 als auch Etappe 3 um jeweils eine Stunde abkürzen kann.

Las Hayas: Der Ort "Las Hayas" ist auf der Linie 1 nur eine Bushaltestelle von Arure entfernt und bietet somit die gleichen Verbindungsmöglichkeiten.

Etappe 2: Unterkünfte

Die Pension Jardin las Hayas besteht aus einem zentral im Ort gelegenen Haupthaus und den Appartments, die sich wenige Fußminuten entfernt befinden.
Im Haupthaus - der "Casa Efigenia" - befindet sich die Rezeption und das vegetarische Restaurant. Der Gastraum erinnert zwar eher an eine etwas in die Jahre gekommene Jugendherberge oder Berghütte, dafür ist die Küche unverfälscht, garantiert ohne Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker und dazu noch sehr günstig (Menü ca. 10 €).

Anders als das Restaurant sind die Appartments und Zimmer auf dem neuesten Stand, sauber, gepflegt und gemütlich!
In einer kleinen Gartenanlage gelegen, wechseln Appartments, Terrassen und Zimmer einander ab. Nach einem anstrengenden Wandertag kann man hier auf schönen Gartenmöbeln die Abendsonne genießen!

Weitere Unterkünfte in Las Hayas findet ihr bei booking.com. Achtet bei der Auswahl der Unterkunft aber genau auf die Lage: "Las Hayas" ist mit etwas über 100 Einwohnern kein eigenständiger Ort sondern gehört ebenso zur Gemeinde "Valle Gran Rey" wie die direkt auf Meereshöhe liegenden Ortsteile "La Playa" oder "La Calera" (Ziel von Etappe 1).

Für das Buchen von Unterkünften empfehlen wir außerdem unsere tabellarische Planungshilfe.

Alternative: "Rural Gomera" in Arure

Die Restaurant-Betreiber des Restaurants "El Jape" vermieten im Ort auch zwei kleine Apartments unter dem Namen "Rural Gomera". Die Appartements sind einfach aber sehr sauber und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Für eine Übernachtung in Arure spricht der etwas kürzere Weg (Las Hayas liegt ja nicht direkt am GR-132): Die so gesparte Zeit lässt sich z.B. nutzen, indem man Etappe 2 erst nachmittags angeht und vormittags die Annehmlichkeiten des Valle Gran Rey genießt (Baden am Naturstrand "Playa del inglés").

Etappe 3: Karte

Etappe 3: Wegbeschreibung

Wegbeschreibung/Route

Wir verlassen „Las Hayas“ über die mit „Camino Los Callejones“ bezeichnete Straße (identisch zum Hinweg gestern). Nach ca. 1 km (Wegpunkt 1) biegen wir nach rechts ab in Richtung Arure (von hier aus laut Wegweiser 2,4 km). Kurz darauf treffen wir auf einen Wegweiser, auf dem unser heutiges Tagesziel „Vallehermoso“ mit 9,2 km nach rechts angeschrieben ist. Diese Variante würde uns auf direktem Weg dorthin führen, dabei würde uns aber einiges an Aussicht entgehen. Wir ignorieren diese Abzweigung also und folgen dem Weg links nach Arure.

Bei einem Stausee treffen wir auf das Örtchen Aracadece und dort auf die Hauptstraße, die nach Arure hinabführt. Unser Wanderweg verläuft knapp unterhalb und parallel zur Hauptstraße, abschnittsweise auch direkt auf dieser und ohne durchgängige Beschilderung. Wer es sich leicht machen möchte, bleibt das kurze Stück bis Arure einfach auf der Hauptstraße.
In Arure besteht die Möglichkeit, seinen Proviant oder zumindest den Wasservorrat aufzufüllen (Bäckerei, Bar/Restaurant).

In der ersten Kehre verlassen wir die Hauptstraße und treffen wieder auf den Weg von gestern. Am Torbogen biegen wir nach rechts ab und gelangen zur „Ermita del Santo“. Ab hier befinden wir uns wieder am dem GR-132, der direkt hinter dem kleinen Kirchlein in einen spektakulären Höhenweg mündet. In der nächsten Stunde werden wir uns immer wieder an den tollen Ausblicken in das Tal von Taguluche erfreuen und fasziniert die Wegführung an den steilen Felswänden entlang bewundern.

Nach und nach steigen wir ab in Richtung Alojera und erreichen nach ca. 3 Stunden Wanderung rechtzeitig für eine Mittagespause diesen kleinen Ort mit seinen vielen grünen Palmen. An den ersten Häusern halten wir uns zunächst bergabwärts, biegen dann aber kurz vor der kleine Kirche scharf nach rechts ab und gehen wieder ein kurzes Stück bergan. Für die Mittagspause bietet sich die einfache, aber gut besuchte Bar „Perdomo“ an, die hinter dem Haus über eine Sonnenterrasse verfügt und frisch belegte Brötchen anbietet.

Tipp: ein kurzes Stück hinter der Bar liegt die Keksbäckerei „El Masapé“ – was ist leckerer als ein paar typische La Gomera-Kekse direkt aus dem Backofen?

Wir folgen der Fahrstraße einige hundert Meter weiter bergaufwärts, bis nach einigen Serpentinen der Wanderweg die Straße wieder verlässt.

Fakten zur Etappe 3

Höhenmeter: 730m Anstieg / 1550m Abstieg
Strecke: 16,7km
Dauer: 6:45h (ohne Pausen)

Routendownload – Etappe 3 (GPX-Datei)

Alle weiteren Downloads finden sich unter Kartenmaterial.

Beim Aufstieg kommen wir an zahlreichen Wasserbecken vorbei und der Wanderweg berührt immer wieder die Serpentinen der Straße.
Nach einer Kuppe gehen wir kurz bergab und queren die Fahrstraße diagonal. Kurz darauf geht es wieder sehr steil bergan geht. Teilweise ist der steile Weg in diesem Abschnitt sehr schön gepflastert und mit Trittstufen versehen.
Auf diese Weise geht es insgesamt einige hundert Höhenmeter immer geradeaus bergan, bis wir den Waldrand erreichen und plötzlich von Moos und Flechten umgeben sind - das ist der Klimazonenwechsel auf La Gomera.

Wir passieren ein kleines Kirchlein und treffen kurz darauf auf eine große Straße (Wegpunkt 3), der wir nach links am Restaurant "Los Chorros de Epina" vorbei folgen. In der darauffolgenden Rechtskurve biegen wir auf die Fahrstraße nach links ab (Wegpunkt 4). Wir verlassen diese Straße in der nächsten Kehre und laufen weiter geradeaus, bis der Wanderweg in Richtung "Vallehermoso" nach rechts abbiegt (laut Schild noch 3,9 km).
Von nun an geht es beständig bergab, bald sehen wir Vallehermoso vor uns liegen. Doch der Eindruck täuscht: Der Weg und die Höhenmeter bis zum Ziel ziehen sich!

Etappe 3: Unterkünfte

Aparthotel Triana II

Das Aparthotel Triana II ist eine recht neue und sehr saubere Unterkunft zu einem sehr günstigen Preis. Dieser kommt dadurch zustande, dass hier weder Frühstück angeboten wird noch eine durchgängige Besetzung der Rezeption gewährleistet ist.

Beides ist für Wanderer kein Problem: diverse Bars in der Umgebung übernehmen die Frühstücksversorgung und für Spätanreisende hat man sich die denkbar einfachste aller Lösungen ausgedacht: Die Schlüssel stecken von außen im Zimmer und ein Aushang an der Rezeption ordnet den Gästen ihre Zimmernummer zu. Das Leben auf La Gomera kann so einfach sein!

Die Zimmer verteilen sich auf zwei verschiedene Innenhöfe, eine kleine Küchenzeile steht in jedem Zimmer für Selbstversorger zur Verfügung - für Wanderer einfach perfekt!

Update vom 15.05.2017: Zuletzt gab es unterschiedliche Erfahrungen, was das problemlose Einchecken angeht - offiziell schließt die Rezeption bereits um 15:00 Uhr. Es empfiehlt sich deshalb, bei der Reservierung auf jeden Fall "Late Arrival" ins Kommentarfeld zu schreiben und sich bei Ankunft im Hotel darauf einzustellen, dass man ggf. erst einen Anruf tätigen und kurz bis zur Schlüsselübergabe warten muss.

Von außen eher ohne Charme...

...von innen aber eine einwandfreie und gepflegte Unterkunft!

Für das Buchen von Unterkünften empfehlen wir unsere tabellarische und deshalb besonders übersichtliche  Planungshilfe.

Der zweite Innenhof des "Aparthotel Tirana II"